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Osteoporose

Die Osteoporose-Behandlung bildet einen Schwerpunkt der Praxis. Sie erhalten eine kompetente Beratung. Wir führen die Basisdiagnostik durch. Bei der Knochendichtemessung arbeiten wir mit Ärzten zusammen, die mit der DEXA-Methode arbeiten. Dies ist der Goldstandard der Knochendichtemessung. Ersatzweise wird die Methode QCT durchgeführt. Weitere Einzelheiten finden Sie im folgenden Text.



Erkennen-Vorbeugen-Behandeln
Vortrag des Gesundheitsforum Augsburg vom 05.Februar 2004.

I.Osteoporosedefinition

-Verminderung der Knochenmasse
-Verschlechterung der Mikroarchitektur
-Folgen:-verminderte Bruchfestigkeit,-erhöhtes Frakturrisiko


II.Osteoporose im Volksmund

-Knochenschwund
-Witwenbuckel


III.Testen Sie Ihr persönliches Osteoporoserisiko mit dem folgendem Fragebogen

Risiken, die Sie nicht beeinflussen können
Familiäre Belastung (2 Punkte)
Schlanker Körperbau (2 Punkte)
Hellhäutiger Typ (1 Punkt)
Weibliches Geschlecht (2 Punkte)
Früher Beginn der Wechseljahre (1 Punkt)

Risiken, die Sie beeinflussen können
Rauchen (mehr als zwei Schachteln pro Tag) (2 Punkte)
Chronischer Bewegungsamangel; Fehlende sportliche Aktivität (3 Punkte)
Knochenbelastende Medikamente und Krankheiten (2 Punkte)
Übermäßiger Alkoholkonsum (1 Punkt)
Hoher Konsum von: Cola-Getränken,Kaffee,Zucker (1 Punkt)
Kalzium- und vitaminarme Kost (1 Punkt)

Zählen Sie die für Sie zutreffenden Punktzahlen zusammen. Ab drei Punkten besteht ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Bei mehr als fünf Punkten liegt ein stark erhöhtes, kontrollbedürftiges Risiko vor. Die Einleitung einer Basistherapie mit Kalzium und Vitamin D3 sowie ein gezieltes Trainingsprogramm sind anzuraten.
Erstellt nach einer Vorlage aus dem Buch von Prof.R.Bartl "Osteoporose-Erfolgreich vorbeugen und gezielt behandeln".
Änderungen gemäß Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO).


IV.Osteoporose-Abklärung durch Primärarzt

1.Arzt-Patient-Gespräch (Anamnese)
Erlebte und erfragte Krankheitsgeschichte/Krankengeschichte
2.Körperliche Untersuchung
-Größe, Gewicht
-Wirbelsäule, Rücken
-Gangbild/Koordination
3.Basislabor
-Entzündung:BSG oder CRP
-Blutbild:rote und weiße Blutkörperchen, Blutfarbstoff u.a.
-Knochenstoffwechsel:Calcium,Phosphat,alk. Phosphatase
-Leberwerte:gamma-gt,Eiweiß-Elektrophorese
-Niere:Kreatinin
-Schilddrüse:Steuerungshormon (TSH basal)
-Testosteron:bei Männern


V.Osteoporose:Die drei wichtigsten Empfehlungen zur Primärprophylaxe

1.Regelmäßig körperliche und sportliche Aktivität. Jeden Tag 30 Minuten an die frische Luft.
2.Ausreichende Grundversorgung mit Calcium:
-Milch
-Milchprodukte
-Grünes Gemüse
3.Nein zu Zigaretten! Alkohol nur in Maßen!


VI.Methoden zur Knochendichtemessung

1.DXA
Zur Zeit die am besten geeignete Methode mit auch nur geringer Strahlen-Belastung. Im Leistungskatalog der Krankenkassen nur bei Osteoporose mit Wirbelfraktur. Sonst entstehen Kosten von 39,00 EURO.
2.QCT (quantitative Computer-Tomographie)
Alternativverfahren, höhere Strahlenbelastung. Misst den Mineralsalzgehalt pro Volumeneinheit Knochen.
3.Konventionelles Röntgen
Zur Knochendichtemessung nicht geeignet. Wird aber zur Schmerzabklärung eingesetzt wie auch um z.B.Deformitäten der Wirbelsäule zu erkennen.


VII.Die vier Säulen der Osteoporose-Therapie

1.Säule:Bewegung und Sport
2.Säule:Kalziumreiche Ernährung
3.Säule:Verminderung des Sturzrisikos
4.Säule:Medikamente

Zur Basistherapie mit Medikamenten gehören Kalzium und Vitamin D3. Speziell am Knochen wirken die Bisphosphonate. Laut Arzneimittel Report 2003 werden am häufigsten verordnet: Fosamax und Actonel.
Fluoridpräparate haben etwas an Bedeutung verloren.


Diese Zusammenstellung beruht im Wesentlichen auf den Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO). Für Fragen und Untersuchungstermine wenden Sie sich bitte an unsere Praxis.